Baas Kumede zu 2020

 

Leev Fründe vum Kumede-Thiater,

hinter uns allen liegt eine harte und ungewohnte Zeit. Mit einer Pandemie umzugehen war und ist eine ungewohnte Situation, ob es nun die verantwortlich Handelnden oder die Betroffenen, erkrankt aber auch gesund, betrifft. Neben den wirtschaftlichen Konsequenzen waren und sind es bis heute die Einschränkungen im täglichen Leben, die uns teilweise an die Grenzen unserer freiheitlichen Gewohnheiten führten und führen.

Politiker mussten im wahrsten Sinne des Wortes lernen, und dies fast mit jeder neuen Meldung über das Virus, wie man entsprechend Entscheidungen trifft und diese kommuniziert. Es wurden Unterstützungen für Bürger und Unternehmen in einem finanziellen Umfang in die Wege geleitet, die man sich bis dato nicht hat vorstellen können.

Hierbei hat es bestimmte Bereiche sicherlich besonders getroffen, sei es die Tourismusbranche, Hotellerie und Gaststätten, aber sicherlich ganz extrem den künstlerischen Bereich. Und hier meinen wir nicht nur die Künstler sondern auch das gesamte Umfeld wie Techniker, Bühnenbauer, Verwaltungsangestellte, private Theater, Produzenten und viele mehr.

Auch die Kumede hat es sich nicht leicht gemacht, hat aber dann, gemeinsam mit dem Vorstand des Heimatvereins, die Entscheidung getroffen, die Spielserie 2020 ausfallen zu lassen, und das geplante Stück „Schläch höre kann hä jot“ auf das 2021 zu verschieben.

Die Proben werden im Januar 2021 wieder aufgenommen und die Termine mit der Volksbühne am Rudolfplatz sind vereinbart. Und optimistisch, wie wir Kölner sind, hoffen wir natürlich, dass die Aufführungen im Juni 2021 wieder unter regulären Bedingungen stattfinden können.

Ganz besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist uns zu betonen, wie sehr uns unser Publikum am Herzen liegt. Nichts liegt uns ferner als Sie zu verärgern, hinzuhalten oder nicht mit ausreichenden Informationen zu versorgen.

Insofern war und ist die Rückabwicklung der Kartenkäufe für die Spielserie 2020 sicherlich ein unangenehmes Thema und wir möchten uns für alle Unannehmlichkeiten, die Ihnen in diesem Zusammenhang entstanden sind, von ganzem Herzen entschuldigen.

Auf der anderen Seite möchten wir jedoch auch um Verständnis werben, für die Kumede aber auch für den Ticketservice bzw. KölnTicket. So wie Sie, wir, die politisch Handelnden und alle Betroffenen sich an die Situation praktisch täglich anpassen mussten, so musste dies auch KölnTicket tun. Zwar ist die Kumede der Veranstalter, jedoch ist, aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen, KölnTicket bzw. der jeweilige Servicepartner, wo die Tickets erworben wurden, für die Durchführung des Ticketverkaufs und somit auch für die Rückabwicklung zuständig.

Und dies betrifft nicht nur die Aufführungen der Kumede sondern alle Veranstaltungen, die seit Ausbruch der Pandemie bis zurzeit 31.08.2020 über KölnTicket verwaltet werden. Das heißt, wir sprechen hier über mehrere 100.000 Tickets.

Wie für Sie alle, sind auch für KölnTicket die Umstände ungewohnt und es müssen organisatorisch neue Wege gefunden werden. Dies ist leider nicht innerhalb weniger Wochen zu schaffen.

Viele von Ihnen haben Mitglieder des Vorstandes oder auch Kumedemächer angesprochen, angeschrieben oder angerufen, viele verständlicherweise verärgert.

Jedoch bitten wir um Verständnis, dass uns hier als Heimatverein oder Kumede die Hände gebunden sind und wir aufgrund der Situation keine Möglichkeit haben, auf KölnTicket einzuwirken. Auch wir müssen uns hier in Geduld üben und akzeptieren, dass unter diesen besonderen Umständen die Abwicklung wesentlich länger dauert, als wir es uns wünschen.

Die Geschäftsführung der Kumede ist in regelmäßigem Kontakt mit KölnTicket und die letzte Information von dort ist, dass die Rückabwicklung im letzten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden soll.

Insofern würden wir Sie bitten, falls Sie bis heute noch keine weiterführende Information erhalten haben, sich weiterhin in Geduld zu üben.

Für Ihr großes Verständnis möchten wir Ihnen ganz herzlich danken.

Was die Rückabwicklung angeht, möchten wir die einzelnen Möglichkeiten, noch einmal kurz darlegen:

  1. Sie können mit Ihrem Servicepartner (KölnTicket direkt oder Vorverkaufsstelle) die Erstattung des Kaufpreises vereinbaren. Sie erhalten die Kosten der Eintrittskarten zurück, jedoch nicht die im ursprünglichen Verkaufspreis enthaltene Vorverkauf-, VRS- oder Portokosten.
  2. Sie können sich einen Gutschein ausstellen lassen, den Sie bei späteren Veranstaltungen einlösen können.
  3. Wenn Sie nichts unternehmen, verbleibt das Geld bei der Kumede.

Ganz wichtig: die für 2020 erworbenen Tickets behalten nicht ihre Gültigkeit und können nicht auf Vorstellungen der Kumede in 2021 umgewidmet werden.

Nochmals möchten wir Ihnen für Ihre bisherige Treue danken und Ihr Verständnis, das Sie uns in diesen besonderen Zeiten entgegenbringen.

Bleiben Sie uns gewogen und wir werden, wie in jedem Jahr, auch in 2021 unser Bestes geben, damit Sie allen Ärger und Alltagsstress in unseren Aufführungen vergessen können.

Met janz besonders hätzlije Jröß

Wolfgang Semrau

Baas vun der Kumede

em Name vun all denne Kumedemächer

 

Veröffentlicht unter Kumede